Künstlerportrait: Silvia Johannsen

Künstlerportrait: Silvia Johannsen

SILVIA JOHANNSEN

SilviaJohannsen



ÜBER DIE KÜNSTLERIN

Schon immer habe ich mich mit Spuren beschäftigt, die Menschen vor Jahrtausenden hinterlassen haben, archaische Felsritzungen, Höhlenmalereien, Schriftzeichen aus dem Osten, denen man die Herkunft aus dem Bildzeichen noch anmerkt. Obwohl die Botschaften nicht ohne weiteres lesbar sind, vermitteln sie doch ein Maß an Unmittelbarkeit, das mir den Atem verschlägt.

Die alten Werke, heißt es in einem ZEN-Text, sind lebendige Spuren ihrer Schöpfer, zugleich Zeugnisse deren geistiger Ahnen, … Verbindungen über die Vergänglichkeit der Zeit hinweg.

Indem ich aus der Bewegung, aus der Pinselspur heraus, Figuren entstehen lasse, fühle ich mich diesem Strom durch die Zeiten angeschlossen. Zeichnen wird zu einer Meditation, die durchaus nicht immer abrufbereit ist.

J. Bissier, der sich viele Jahre mit einer ähnlichen, das Figurative allerdings ausschließenden Arbeitsweise beschäftigt hat, sagt: „Die Bilder müssen kommen wie der Atem. Man kann seine Intuitionen nicht wiederholen, sowenig wie eine Welle sich in ihrer Form je wiederholen kann.“


VITA/AUSSTELLUNGEN – EINE AUSWAHL

• 1950 geboren in Münden, Weserbergland; Kindheit in Portugal und Hannover
• 1969 Studienbeginn an den Universitäten Hannover und Hildesheim sowie an der HBK Braunschweig
• 1974-82 Mitarbeit an Künstler- und Experimentalfilmen u.a. „Stationen – Bilder aus Irland“
• 1983 Teilnahme an der „Illumination der II. Gegenwart“, Hannover
• 1988 Ausstellung in Hannover mit dem Bildhauer Rolf Hintzke
• 1990-96 Teilnahme an verschiedenen internationalen Sommerakademien, u.a. in Österreich (Peter Mairinger, Graz; Alfred Darda, München; Paul Rotterdam, New York) und Studienaufenthalte in Italien
• 1991 Ausstellung in Ohlendorf/Hannover
• 1992 Ausstellung in Passau, Galerie König-Schalinski; Ausstellung im Bildungsverein, Hannover
• 1993/1995 Leitung des „Sommerateliers Malerei“ im Chateau de Ligoure, Frankreich; Ausstellung in Bavendorf
• 1993-95 Lehrauftrag an der Universität Lüneburg, Fachbereich Angewandte Kulturwissenschaften
• 1994 Eröffnung der Werkstatt „Galerie Casa 12“ in Lüneburg, enge Zusammenarbeit mit Studenten; Mitarbeit an dem Bildband „Spreewaldfahrten“
• 1997 Leitung des „Sommerateliers Malerei“ in der Villa Spoiano, Italien
• seit 1998 Veranstaltungen mit „Kunst auf Trapp“ in Ellringen; Atelier-Ausstellung „Lebenszeichen“


HOMEPAGE
Silvia Johannsen